Kanadische Impressionen, auf der Red Willow Ranch

Ein Reisebericht über Erlebnisse bei Freunden.

Kurz vor der Landung rissen die Wolken unter uns endlich auf und gaben den Blick frei, der erste Eindruck von Kanada, schneebedeckte Bergkämme, graublaues Wasser, grüne Landstriche und dann die weitläufigen äußeren Ansiedlungen von Vancouver.

Die Fahrt zur Farm führte entlang des Frazer River über den transkanadischen Highway One ostwärts. Bei Hove, wo Fluß und Straße nach Norden abbiegen, begann es zu regnen. Noch weiter nördlich ging der Regen in Schnee über. Im dichten Schneetreiben sahen wir endlich das Schild, Red Willow Ranch. Wir waren angekommen.

Pferde, Pferde, Pferde, in den kommenden Tagen drehte sich vieles um sie, wie man sie füttert, wie man mit ihnen umgeht, wie man sie zähmt und - wie man mit ihnen reitet. Aber soweit war es noch lange nicht, denn auf unserem Weg in die Rocky Mountains hatten wir in der Carriboo Halt gemacht, um alte Freunde wiederzutreffen. Die Weite des Landes, auf dem sie nun leben, ihr Land, erkundeten wir auf Schusters Rappen, durch Wiesen und Wälder, vorbei an kleinen Teichen und Seen, gelegentlich auf ein verwunschenes Blockhaus stoßend, in der Ferne der Schrei eines Coyoten, Wildnis zum Anfassen, ein längst vergessenes Bild aus Kindertagen.

Und dann kam der Moment, wo wir gefordert wurden, es vielleicht auch wissen wollten, können wir das nicht auch? Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde, wieder die Erweckung lange verschütteter Erinnerungen. Beim Aufsatteln konnten wir, die blutigen Laien, nur bei der groben Arbeit helfen, dann, nach einigen Einweisungen, ging es los. Wir saßen noch etwas unsicher im Western-Sattel. Der Knauf, eigentlich fürs Lasso gemacht, diente als willkommener Halt. Anfangs galt es nur, in der Gruppe zu bleiben, und das taten die Pferde von alleine. Doch dann wurden wir mutiger, lenkten das Roß zu kleineren Umwegen und willig folgte es uns am Ende des Tages. red_willow_05-11

Der Morgen kam, an dem wir Abschied nehmen mußten, aber, Elke und Christian, wir kommen wieder. Bis dahin wünschen wir Euch Glück und Freude beim Aufbau des Betriebes und daß der Urlaub auf der Red Willow Ranch vielen Menschen die Erlebnisse vermitteln möchte, welche wir für einige Tage erfahren durften.

H. und W. Plieth aus Dresden, im Mai 1999.

Wer jetzt mehr über diese Ranch und ihre Menschen wissen möchte, findet weitere Informationen auf der Homepage der Red Willow Ranch.

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